Mittwoch, 20.01.2010
Autorenportraits
Für unser Buch In Blut geschrieben haben wir jetzt coole Fotos gemacht - hier schonmal eine kleine Vorschau:
von Apokalypse um # 13:33 in NEWS
Freitag, 18.12.2009
Ein Schokofresserchen auf LITERRA
Ich habe mich beim literarischen Advendskalender auf LITERRA beteiligt - jetzt ist die Geschichte online! Die Geschichte wurde sehr schön illustriert von Peter Wall (siehe Bild oben)!
Wie das Schokofresserchen die Schokolade stibitzt
Tief im Wald gibt es eine Lichtung, wo kein Tier hingehen mag. Unheimliche Geräusche dringen dort aus dem Boden.
Was weder Igel noch Hase wissen, tief im felsigen Boden ist eine kleine Höhle in der ein Schokofresserchen schnarcht. Das kleine blaue Monster räkelt sich unter einer Decke aus Schokoladenpapier. Es träumt von Schokoweihnachtsmännern und lächelt zufrieden.
Schokofresserchen fressen für ihr Leben gern Schokolade - und Weihnachtsmänner aus Schokolade schmecken ihnen besonders gut. Und weil ihnen nichts so gut schmeckt, wie ein Schokoweihnachtsmann, schlafen sie das ganze Jahr, bis der Duft von Weihnachten sie aufweckt.
Plötzlich ist das Schokofresserchen hellwach. Es riecht nach Weihnachtsbaum und Zimt und Plätzchen und Kerzen – und Schokolade. Nach viel Schokolade.
„Weihnachten, endlich Weihnachten“, murmelt es.
Es strampelt das Schokoladenpapier von seinem dünnen Bäuchlein und kriecht erst raus aus seinem Bett, und dann raus aus seiner Höhle.
(...)
Wer wissen will, was Schokofrtesserchen so treiben: Die komplette Geschichte gibt es online auf LITERRA zu lesen:
http://literra.info/kurzgeschichten/short_story.php?id=307
Mittwoch, 25.11.2009
Liebe ... und Liebe lassen
Anja Polaszewski (Hrsg)
Liebe ... und Liebe lassen
Books on Demand Gmbh © 11/2009
ISBN-10: 3-839132-18-5
ISBN-13: 978-3839132-18-0
372 Seiten - 24,95 Euro
Sie ist das wohl wichtigste Thema der Welt. Und noch dazu der Ursprung allen
Seins. Ob jung oder alt, groß oder klein, gesund oder krank: Niemand kann ihr
entrinnen ... Sie kann uns grenzenlos beglücken und für ekstatische Höhenflüge
sorgen. Doch kann sie uns gleichermaßen ins Unglück treiben und seelische Abgründe
auftun. Die Rede ist - natürlich - von der Liebe.
Sie bedeutet so viel: Leidenschaft und Leiden, Freude und Schmerz, Stolz und Ehrfurcht.
Sie ist vielseitig und vielschichtig. Ob hetero- oder homosexuelle Liebe, Liebe
zwischen Eltern und Kindern, zwischen Geschwistern, freundschaftliche Verbundenheit
oder ideologische Liebe: Die Kunst zu lieben ist ein hartes Brot, an dem
wir uns oft die Zähne ausbeißen.
In vorliegender Anthologie berichten 70 Bild- und Textautorinnen und -autoren über
die Liebe aus ihrer ganz eigenen Sicht. Sie reflektieren in Worten, Fotografien und
Zeichnungen unter anderem über das Vergangene, das nicht zu ändern ist, über die
Zukunft, die nicht vorhergesagt werden kann und über das Jetzt, das so wunderschön
und zugleich so schmerzvoll sein kann ...
Ich selbst habe zwei Geschichten beigetragen:
Thomas Backus: Die erste Liebe
Im Sommer 1983 ertappte ich mich dabei, dass ich in der Schule nicht mehr gelangweilt aus dem Fenster starrte. Stattdessen starrte ich Bianca an.
(...)
Am liebsten wäre ich zu ihr rüber gegangen und hätte sie geküsst.
Dann sah sie in meine Richtung und ich bemerkte erstmals diese großen Augen, in deren leuchtenden Blau ich mich verlor wie ein Taucher in den tiefsten Tiefen des Meeres.
Ich lächelte.
Hoffentlich interpretierte sie mein Lächeln als Das Reiten hat mir viel Spaß gemacht und nicht als Ich mache mich gerade zum Trottel, weil ich total in dich verliebt bin.
Sie lächelte zurück.
Mir war egal, was sie von mir dachte, solange sie mich so anlächelte.
Dummerweise würde ich wieder mit ihr reiten müssen, aber vielleicht würde ich mit etwas Übung tatsächlich besser werden. Ich glaubte zwar nicht daran, aber Wunder geschehen.
Das sagte unser Religionslehrer immer, und warum sollte er nicht ausnahmsweise einmal Recht haben?
Ich beschloss, den nächsten Schritt zu wagen und riss eine Seite aus meinem Schulheft, schrieb Willst Du mit mir gehen? darauf. Dann schrieb ich ihren Namen außen drauf. Leider war ich so aufgeregt, dass mir bereits beim B die Spitze meines Bleistiftes abbrach. Egal, sie fand es bestimmt cool, dass ich sie B nannte. Das war fast so was wie ein Kosename.
Heimlich gab ich den Brief weiter.
Alle gaben ihn auch artig weiter – bis auf Bärbel.
Die las erst das B, und dann den Brief.
Ich?, stand in ihrem Gesicht geschrieben. Ich soll mit dir gehen?
Sie hatte noch nie ein Wort mit mir gesprochen, und trotzdem nickte sie.
Von da an hatte ich eine Freundin!
(...)
Tja, da habe ich nun meine erste Freundin, aber es ist die falsche. Wie komme ich da nur wieder raus?
Wer es wissen will: Liebe ... und Liebe lassen!
Thomas Backus: Wenn die Liebe stirbt
(...)
Und dann, irgendwann, war der Schmerz so groß, dass ich ihn nicht mehr ertragen konnte.
Ich hatte mir geschworen, es nicht zu tun. Ich wollte sie in Ruhe lassen, mich unter keinen Umständen bei ihr melden.
So erbärmlich wollte ich nun auf keinen Fall sein, und doch, ich kann nicht anders.
Ich lasse Wasser in die Wanne, zündete die vielen Kerzen im Badezimmer an.
(Hatte ich schon erwähnt, dass ich versuchte, ihr jeden Wunsch von den Lippen abzulesen? Sie fuhr total auf Kerzen ab, besonders im Bad).
Ich lasse mich in das heiße, duftende Wasser gleiten und wähle mit pochendem Herz ihre Nummer...
Sie nimmt tatsächlich ab!
„Hallo“, stammle ich.
„Du?”, fragte sie erstaunt. Wenn ich mich nicht täusche, klingt ihre Stimme sogar erfreut. Aber wahrscheinlich ist das nur Wunschdenken. Ich sollte mich freuen, dass sie nicht angewidert klingt.
„Ja, ich … warte mal einen Moment!”
Sie hat mir sehr, sehr wehgetan, und nun brennt in mir der wahnwitzige Wunsch, ihr weh zu tun.
(...)
Mehr kann ich Euch auf keinen Fall verraten, will ich Euch nicht die Spannung nehmen - aber lasst Euch gesagt sein, es endet dramatisch!
Wer es genauer wissen will, kann es nachlesen in: Liebe .. und Liebe lassen.
Weitere Infos & Bestellung:
Scribo ergo sum
und
Amazon
von Apokalypse um # 14:35 in - sonstiges
Montag, 19.10.2009
Warum mir der Buchmessecon 2009 in sehr guter Erinnerung bleiben wird!
Irgendwie ist es doch immer das Gleiche. Oberflächlich betrachtet, vielleicht. Es gibt viele gute Lesungen, und es gibt viele Gleichgesinnte, mit denen man quatscht und quatscht und quatscht, sodass man die meisten Lesungen, die man besuchen wollte leider verpasst.
Der diesjährige Con begann mit einer Überraschung: Beim Einchecken erfuhren wir, dass wir nun einen Tisch bekommen hatten – die Bestätigungsmail hatten wir nämlich nicht erhalten. Da passte es ganz gut, dass uns der Persimplex-Verlag die Antholgie Von einigen, die auszogen, das Gruseln zu lehren in mehrfacher Ausführung mitgeschickt hatte. Eine schmuckes Hardcoverbuch mit 50 Horror-Geschichten, von denen allein acht aus der blutigen Feder der Apokalyptischen Schreiber stammen.
Da wir trotz unserer unglaublich grausamen Geschichten eigentlich ganz nette Kerle sind, teilten wir uns unseren Tisch mit dem Verlag Torsten Low, der die druckfrische Cthuloide Anthologie Metamorphosen – Auf H.P. Lovecrafts Spuren der Geschichtenweber präsentierte. Das Ding ging weg wie warme Semmeln und da ich dort ebenfalls mit einer Geschichte vertreten war, durfte ich auch fleißig signieren!
Apropos signieren, es gibt da zwei Aufregende Ereignisse, von denen ich unbedingt erzählen muss – das mache ich aber später...
Erst einmal zu den Lesungen. Ich selber besuchte nur drei davon, wobei die der Apokalyptischen Schreiber vielleicht nicht ganz dazugezählt werden darf. Dort las ich mit meinen Marburger Schreiberkollegen nämlich selbst.
Leider war unsere Apokalyptische Anthologie In Blut geschrieben noch nicht erschienen, aber wir hatten die Ehre und das Vergnügen, schon einmal Ausschnitte daraus zu präsentieren.
Eine unserer Stärken ist unsere Vielfalt. Wir haben nicht nur verschiedenfarbige Kutten, wir haben auch einen unterschiedlichen Schreibstil. Den präsentierten wir, indem wir eine Geschichte vortrugen, die stets den selben Anfang und das selbe Ende hatte – nur der Zwischenraum wurde auf äußerst unterschiedliche Weise gefüllt.
Bei Volker „Pestilenz“ Ilse hieß die Zuggeschichte Vererbung, bei Ralph „Tod“ Haselberger
Phantomschmerzen und bei mir Hunger-Gus Das Stahlmonster.
Unser geliebter Kleinkrieg musste leider anderswo Unruhe stiften und konnte seine Variante der Geschichte nicht vortragen, aufgrund der Überlänge von Hazys Teil hätte er dazu allerdings auch keine Zeit gehabt...
Für die, welche die Lesung verpasst haben: In Blut geschrieben wird im März im Persimplex-Verlag erscheinen.
Ein ganz anderes Thema schnitt Simone Edelberg an. Auch Zombies brauchen Liebe, heißt ihre gewagte These. Die blutigen Details ihrer Geschichten jagten allen Zuhörern einen Schrecken nach dem anderen in die Glieder. Allen Zuhörern? Nein, es gab da einen dicken Metzger in der ersten Reihe (wer die subtile Anspielung nicht verstanden hat: Ich meine mich), dem schien sogar das Wasser im Mund zusammenzulaufen. Wobei sich nun die Frage stellt, sind diese Geschichten grausig, oder appetitanregend? Das lässt sich nachlesen - Das Buch zu den Geschichten wird in Kürze im WortKuss Verlag erscheinen!
Meine dritte Lesung war die des Arcanum Fantasy Verlags, welcher die Antholgie Von Dolch und Stundenglas und Dave T. Morgans Roman Der Schrei des Feuervogels vorstellte. In der Anthologie war ich sogar selbst vertreten ... aber ich habe mich nicht zu erkennen gegeben, hihi, war sozusagen Inkognito da. Obwohl mich der Herausgeber Felix Woitkowski und der Verleger Jens Salzmann sehr wohl erkannten. Aber das war okay, denn wir unterhielten uns sehr angeregt, wobei Herr Salzmann des öfteren einfließen ließ, dass gewisse garstige Zwerge doch langsam mal in Richtung Arcanum Fantasy Verlag marschieren sollten.
Werden sie wohl auch, irgendwann, erst muss ich noch ein wenig in Blut schreiben, wobei sich das Rote Kreuz auch schon wegen ausbleibender Blutspenden beschwert hat ... man kann es einfach nicht jedem Recht machen, auch wenn man sich theoretisch sehr wohl zerteilen könnte!
Das triff leider auch für die vielen interessanten, informativen, amüsanten und erbauenden Plaudereien zu. Ich wollte z.B. ein Buch holen, über das ich mich mit Andrea Tillmanns unterhalten hatte und blieb an Jens Salzmann kleben. So ging es ständig. Ich hatte viel zu wenig Zeit für Markus K. Korb, Charlotte Engmann, Christel Scheja, Uwe Zellner, Thomas König, Anke und Wolfgang Brandt, Alfred Wallon, Torsten Scheib, Jörg Olbrich, Wolfgang Kratz, Hermann Schladt (und leider viele andere auch!) ... immerhin hatte ich noch Zeit, Ulrike Stegemann, Petra Hartmann, Ernst Wurdack und den hochverehrten Shadowman (den größten Jäger und Sammler auf Gottes Erde) zu vermissen.
Für andere habe ich mir mehr Zeit genommen. So beging Nina Horvath den Fehler im Horror-Forum zu erwähnen, dass sie gerne signiere, und sogar schon mal auf nackter Haut unterschrieben habe. Nun ist Nina nicht nur sehr talentiert, sondern auch äußerst süß, sodass sich in meinem kranken Hirn eine deutliche Vorstellung von signierter nackter Haut manifestierte – mein Hintern war ihr aber zu steil, sie begnügte sich also, auf meinen Arm zu schreiben. Noch während ich diese Zeilen tippe, habe ich ihre Unterschrift sehr gut im Blick. Nein, ich habe mich sehr wohl gewaschen, aber um die Signatur herum, hähä.
Ich zeigte dann diese Unterschrift auch jedem, der sie sehen wollte, sowie allen anderen auch. Unter anderem Jennifer Schreiner, die ja leider keine Vampirschlampe mehr, aber glücklicherweise immer noch Erotikautorin ist. Sie ließ es sich nicht nehmen, meinen blanken Hintern mit ihrer Unterschrift zu verschönern. Da ich selbst das Kunstwerk nicht betrachten konnte, erbarmte sich Markus K. Korb und fotografierte es. Das Bild muss ich Euch leider vorenthalten, denn ich hörte Worte wie ganz schön haarig und bestimmt ein Werwolf.
Aber Ninas Werk dürft ihr gerne bewundern ;-))
Tja, wie ihr seht, war dies für mich ein denkwürdiger Con (es denke mal, dass es einige gibt, denen ein haariger Werwolfhintern nicht mehr aus dem Kopf geht, hihi). Ich freue mich schon auf das nächste Jahr! Wir sehen uns! Ahouuuuuuuuuuuuu!
von Apokalypse um # 18:09 in Lesungen
Freitag, 16.10.2009
Metamorphosen - Auf den Spuren H.P.Lovecrafts
Manuel Bianchi, Sabrina Eberl, Nina Horvath (Hrsg.)
Metamorphosen -
Auf den Spuren H.P.Lovecrafts
Titelbild: Chris Schlicht
Verlag Torsten Low © 10/2009
ISBN 978-3-940036-03-2
200 Seiten - 11,90 Euro
Sie sind Teenager, Familienväter, Karrierefrauen. Sie machen ihren Job, gehen ihren Hobbys nach und treffen sich mehr oder weniger regelmäßig mit ihren Freunden. Sie lachen, sie weinen, sie gehen auf Konzerte oder in Fußballstadien.
Doch dann zeigt sich ihr dunkles Erbe. Etwas ist in ihnen und dieses Etwas will hinaus. Sie alle werden Opfer einer Verwandlung, die selbst die grausamsten Alpträume übertrifft.
Sie waren wie wir.
Doch jetzt sind sie anders.
Jedes Exemplar ist nummeriert und enthält einen Downloadcode für die CD Devourer der Band Sorrowfield.
Thomas Backus: Die versunkene Stadt
„Wir sollten umkehren, Professor!”
„Warum, mein Junge? Wir haben den Meeresgrund noch lange nicht erreicht.”
„Das ist es ja, so tief dürfte das Meer hier gar nicht sein!” Sams Stimme zitterte.
Ich wandte meinen Blick vom unergründlichen Blau des Meeres und blickte mich um. In den Augen meines Assistenten flackerte echte Panik.
„Du brauchst keine Angst haben, die Yellow Submarine hält dem Druck schon stand, immerhin haben Jacques Piccard und Don Walsh mit dem Schwesternboot Trieste den Marianengraben erforscht. Die Trieste schaffte 10.916 Meter, und ich wüsste nicht, warum die Yellow Submarine das nicht auch schaffen sollte.”
Unbeirrbar lenkte ich das Bathyskaph, das speziell für die Tiefseeforschung gebaut wurde, weiter in die dunkle Tiefe.
Yellow Submarine. Ein ziemlich unwissenschaftlicher Name für ein Forschungsschiff, aber meine geliebte Alina war ein ausgesprochener Beatlesfan – und sie hatte auf diesem Namen bestanden.
Sam kratzte sich am Kopf. Ich konnte es nicht sehen, aber hören.
Er tat dies immer, wenn er etwas sagen wollte, sich aber nicht so recht traute.
Dann kam ein zaghaftes: „Was suchen wir noch mal hier?”
„Du solltest in meinen Vorlesungen besser aufpassen, wir sind auf der Suche nach Atlantis.”
„Das weiß ich doch … aber warum suchen wir es hier?”
(...)
Was werden sie finden, dort, tief unter dem Meer? Ist es Atlantis, oder etwas viel Schlimmeres, etwas Blasphemisches ... etwas Cthuloides?
Wer es wissen will, kann es nachlesen in: Metamorphosen - Auf den Spuren von H.P.Lovecraft !
Weitere Infos & Bestellung direkt beim Verlag Torsten Low oder den Geschichtenwebern.
von Apokalypse um # 13:04 in - Grusel / Horror
Donnerstag, 10.09.2009
Teufel auch! Ein höllisches Vergnügen

Jürgen Ludwig (Hrsg.)
Teufel auch! Ein höllisches Vergnügen
Cenarius Verlag © 08/2009
ISBN 978-3-940680-17-4
230 Seiten - 14,80 Euro
In der Not frisst der Teufel Fliegen. Dies ist nun alles andere als eine Delikatesse.
So haben sich dreißig Autorinnen und Autoren in Teufels Küche begeben, um eine besondere Speise zu bereiten: einen perfekten Satansbraten!
Die Zutaten:
Besinnlichkeit und Nachdenklichkeit
Humor und Frivolität
Tiefgründigkeit und Spannung
Die Zubereitung:
Auf einem Höllenfeuer köcheln, die eine oder andere Teufelei zufügen und dann die Kreation als Höllenspektakel servieren! Ein Feuerwerk der Ideen!
Lassen Sie sich dieses literarische Dreißiggangmenü nicht entgehen!
Begegnen Sie dem Leibhaftigen – persönlich oder im übertragenden Sinne!
Ein Lesegenuss von der ersten bis zur letzten Seite – der Teufel ist los!
Teufel auch - ein höllisches Lesevergnügen!
So preist der Cenarius Verlag das Buch auf seiner Homepage an - genial, oder?
Thomas Backus: Der Sieg der Hölle
(...)
Gott saß auf seinem Himmelsthron und hielt Hofstaat. Die Erzengel Michael, Raphael, Gabriel und Uriel, sowie all die anderen der zwanzigtausend mal zehntausend Engel hatten sich versammelt und priesen seinen Namen und seine Schöpfung.
Cherubim priesen Gott, indem sie unaufhörlich das Tasbi sangen, ein Gebet, in dem Gott alle Ehren erwiesen wurden. Seraphim umkreisten Gottes Thron und sangen dabei unablässig das Dreimal Heilig.
Die Größe eines Wesens zeigt sich an seinen Taten – und die Schöpfung des Himmels und der Erde war eine gewaltige Tat, sodass die Lobgesänge der Engelchöre entsprechend gewaltig erschallen.
Zugegeben, Gott sonnte sich in dem Lob, eine Eigenschaft, die nur allzu menschlich war. Aber hatte Gott nicht den Menschen nach seinem Abbild erschaffen?
Dies hätte ein Bild der perfekten Harmonie sein können, wenn nicht der Teufel erschienen wäre. Der Teufel ist überall und nirgends. Ab und zu schaut er auch im Himmel vorbei.
„Ziemlich leer hier oben!“, sagte er grinsend. „Na ja, die Menschen zieht es mehr in den Süden. In der Hölle ist es wärmer. Nach Jahren der Klimaerwärmung und Mallorcaurlauben sind sie die himmlische Briese nicht mehr gewöhnt.“
In der Ecke standen ein paar wenige Heilige, aber sie standen da so ziemlich allein.
„Ich habe es geschafft, soeben habe ich den letzten Menschen zur Sünde verführt..."
(...)
Hat die Hölle letztendlich triumphiert, oder hat Gott noch ein As im Ärmel?
Nachzulesen in: Teufel auch! Ein höllisches Vergnügen
von Apokalypse um # 10:34 in - sonstiges
Mittwoch, 26.08.2009
Von einigen, die auszogen, das Gruseln zu lehren
Peter Göring (Hrsg.)
Persimplex Anthologie 1
Von einigen, die auszogen, das Gruseln zu lehren
Persimplex Verlag © 08/2009
ISBN: 978-3-940528-72-8
368 Seiten - Hardcover - 18,20 Euro
Thomas Backus: Teuflisch gut
(...)
Lange schien Friedrich nicht geschlafen zu haben, als er die Augen aufschlug schien sich der Stand der Sonne nicht merklich verändert zu haben. Die Schmetterlinge waren weg. Aber das war nicht weiter verwunderlich, diese farbenfrohen Vagabunden der Lüfte hielt es nie lange an einem Ort.
Friedrich reckte und streckte sich.
Irgendetwas hatte sich verändert. Da lag etwas in der Luft, was nicht hier her gehörte.
Er konnte weiterhin das emsige Summen der Bienen und das Zwitschern der Vögel hören. Ein frecher Spatz zupfte an Friedrichs Schnürsenken, und als Friedrich ihn verscheuchte, schnatterte er empört.
Die Blumen dufteten, aber da war noch ein weiterer Duft. Es duftete nach Backwerk!
Er schnüffelte und folgte mit seiner Nase dem Duft.
Die Quelle des Wohlgeruches befand sich seltsamerweise direkt neben ihm auf der Parkbank.
Dort stand eine Tüte mit Plätzchen.
Wie war die dort hingekommen? Als er sich auf diese Bank gesetzt hatte, waren sie noch nicht da gewesen, dessen war er sich sicher.
Der Name Diabolo prangte in knallroter Farbe auf gelben Grund. Darunter sah man die Karikatur eines munter umherhüpfenden Teufelchens.
Auf der Packung war kein einziges Plätzchen zu sehen, aber an der Art des Inhalts konnte kein Zweifel bestehen. Friedrich kannte diesen Geruch, er erinnerte ihn an Weihnachten, an die Plätzchen, die ihm seine Mutter gebacken hatte, als er noch ein Kind gewesen war. Nur noch süßer, noch verlockender.
Wem mochten die Plätzchen wohl gehören?
(...)
Ja, wem mögen die Plätzchen wohl gehören? Und sind sie wirklich so teuflisch gut? Oder einfach nur teuflisch?
Wer es wissen will, kann in Von einigen, die auszogen, das Gruseln zu lehren nachlesen!
Thomas Backus: Feindliche Übernahme
„Ich werde noch wahnsinnig!“ Herbert Kitzinger presste die Hände fest an seine Ohren, trotzdem zwang ihn der Schmerz in die Knie.
Dabei befinden wir uns in einem angeblich schalldichten Raum, warte erstmal, bis du nach draußen trittst.
„Es geht noch schlimmer?“
Oh ja, viel schlimmer. Aber du hast dir diese Schmerzen selbst zuzuschreiben. Deine Firma ist für diesen unerträglichen Krach verantwortlich.
„Aber warum habe ich vorher nie etwas gemerkt?“
Als Mensch war dein Gehör zu schwach, aber als Vampir hast du die Arschkarte gezogen!
(...)
Echt? Als Vampir hat man die Arschkarte gezogen? Warum? Und kann man was dagegen tun? Schließlich sind Vampire doch so unheimlich mächtig - oder etwa doch nicht?
Auch die Antwort auf diese Fragen findet man in: Von einigen, die auszogen, das Gruseln zu lehren
Weitere Infos und Bestellung bei Persimplex
von Apokalypse um # 11:19 in - Grusel / Horror
Freitag, 07.08.2009
Lotus-Effekt - Wurdack SF 11

Armin Rößler & Heidrun Jänchen (Hrsg.)
Lotus-Effekt
Wurdack Verlag © 03/2008
ISBN 3-938065-32-X
216 Seiten - 10,95 Euro
Thomas Backus: Konsumaten
„… der Schokoriegel, der nach Erfolg schmeckt!“ Ein gut aussehender Managertyp biss herzhaft in den Superschokoriegel und grinste mit blendend weißen Zähnen in die Kamera. Er saß in einem supereleganten Büro, und die Börsenkurve in dem Screen-Poster an der Wand hinter ihm stieg in den Himmel. „Kaufen Sie Superschoko, denn nur wer Superschoko isst, der is(s)t erfolgreich!“
(...)
Habt Ihr da nicht auch Lust, in diesen Schokoriegel zu beißen? Dann seid vielleicht auch Ihr gute Konsumaten!
Nachzulesen in Lotus-Effekt!
Weitere Infos & Bestellung direkt beim
Wurdack Verlag
von Apokalypse um # 08:34 in - Science Fiction
Samstag, 27.06.2009
Die Macht des Mondes

Bernd Rothe & Monique Lhoir (Hrsg.)
Die Macht des Mondes
und andere Geschichten aus der Seefahrt
Welt der Geschichten © 06/2009
ISSN 1864-4880
250 Seiten - 9,80 Euro
Von diesem Sonderband der Welt der Geschichten geht von jedem verkauften Exemplar eine Spende an dieD eutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffsbrüchiger (DGzRS)!
Thomas Backus: Nur ein Delphin...
Während Pedro auf den Wrackteilen durch die endlose See trieb, und ihm die Sonne das letzte bisschen Verstand aus dem Hirn brannte, dachte er daran, wie sehr er doch das Meer liebte.
Er erinnerte sich noch genau daran, wie er mit seinem Eltern in die Ferien gefahren war. Ein kleiner Junge in kurzen Hosen und einem Schokoladeneis in der Hand hatte am Strand gestanden und der Sonne beim Untergehen zugeschaut. In seiner kindlichen Naivität hatte er darauf gewartet, dass es zischte. So wie es zischte, wenn er ein brennendes Streichholz in ein Glas Limo warf. Das erwartete Geräusch blieb natürlich aus, aber dafür hörte er die Meerjungfrauen singen. Wundersame Mädchen mit bunt geschuppten Fischschwänzen, die am Horizont tanzten und die schönsten Lieder erklingen ließen, die Pedro je gehört hatte.
Es war Liebe auf den ersten Augenblick.
Wieder daheim fühlte er eine schmerzhafte Leere in seiner Brust. Er quälte sich während der endlosen Stunden, die er auf der harten Schulbank verbringen musste, aber er verzehrte sich auch, wenn seine Mutter sein Lieblingsessen, Spaghetti mit Tomatensoße, kochte. Nur während Flipper durch den Fernseher schwamm, fühlte er sich nicht ganz so allein.
Ein ganzes Jahr machte er das mit, dann lief er fort von zu Hause - er trampte nach Italien, lief Hunderte von Kilometer, bis die Schuhe Löcher hatten und seine Füße schmerzten, doch dann stand er am direkt am Meer.
Er lauschte dem Murmeln der Wellen und war verzaubert von den Lichtreflexen auf der Wasseroberfläche. Wie hypnotisiert stand er da – und war einfach nur glücklich.
Aber das Meer war eine grausame Geliebte. Er hatte keine Eltern, die für ihn aufkamen, so sammelte er leere Pfandflaschen und half den Fischern beim Entladen ihrer Boote.
Später, als er älter war, nahm er Fische aus, in einer Fabrik. Es waren alles schlecht bezahlte Jobs, aber er hielt sich über Wasser. Er hatte gehungert und er hatte gestohlen – aber die Meerjungfrauen sah er nicht mehr.
Wird Pedro jemals wieder Meerjungfrauens ehen? Oder wird er einsam und verzweifelt sterben?
Die Antwort findet sich in Die Macht des Mondes!
von Apokalypse um # 10:49 in - Fantasy
Samstag, 13.06.2009
Geschichten von der Märchenwiese 2

Roselinde Dombach (Hrsg.)
Geschichten von der Märchenwiese 2
Kleine Tiere - Große Freundschaft
Verlag Pia Bächthold © 2009
ISBN: 978-3-940951-22-9
17 Geschichten - 34 Bilder
126 Seiten - Hardcover - 15.50 Euro
Thomas Backus: Keiner will mit Igeln kuscheln
Auf der Wiese ist nicht immer schönes Wetter. Gerade brach ein herrliches Sommergewitter hervor und alle Tiere huschten in ihre Behausungen. Ingo Igel beeilte sich besonders, denn Regen mochte er so gar nicht leiden. Er zog den Kopf tief zwischen die Schultern und rannte durch den Holunderstrauch, hinter dem die Höhle seiner Familie lag.
Aber in der Hast schlüpfte er in die Nachbarhöhle, wo eine Feldmaus mit ihren Jungen wohnte.
„Was macht ihr da?“, fragte Ingo verwirrt.
„Wir schlafen, das sieht man doch“, nuschelte eins der Mäusekinder müde
„Ihr schlaft? Aber warum so nah beieinander?“
„Wir kuscheln uns so eng aneinander, weil’s so schön mollig warm ist“, antwortete das Mäuschen und schlief schnell wieder ein.
„Aha“, sagte Ingo. „Mollig warm.“ Ihm war nachts oft kalt, besonders an seinen kleinen Igelfüßchen fror er entsetzlich. „Andere Tiere, andere Sitten. Vielleicht sollte ich das auch mal probieren, mit dem Kuscheln.“
(...)
Wird Ingo mit den Mäuschen kuscheln? Und was wird seine Familie dazu sagen?
Nachzulesen in Geschichten von der Märchenwiese 2
Thomas Backus: Der Angeberfrosch
Es war einmal an einem wunderschönen Teich. Die Mücken sirrten und die Frösche fingen die Mücken. Alles war toll. Die Frösche hatten sich schnell satt gefressen und quakten vergnügt.
Dann hüpfte ein neuer Frosch heran. Ein großer, fetter Frosch. Er hüpfte direkt auf Sven zu, blies sich auf und quakte: „Ich bin Django und ich kann mehr Mücken fangen als jeder andere Frosch! Los, Mückenwettfangen!“
(...)
Wird Django das Mückenwettfangen gewinnen? Und welche anderen hervorragenden Eigenschaften hat er, mit denen es sich anzugeben lohnt?
Nachzulesen in Geschichten von der Märchenwiese 2
Ebenfalls in diesem Buch:
Thomas Backus: Neue Abenteuer von Klaus Stubenfliege
Die Geschichten von der Märchenwiese 2 wurden ebenfalls von Rosi Dombach illustriert - dies ist ihre Zeichnung zu Der Angeberfrosch:
Märchenwiesen-Lesung auf YouTube
von Apokalypse um # 09:24 in Lesungen
Dienstag, 09.06.2009
2 Lesungen auf dem Marburg-Con 2009
Als Apoaklyptischer Schreiber las ich Ratten
Für mich ist es ein echt tolles Gefühl, wenn meine Geschichten gedruckt werden. Ein Buch in der Hand zu halten, darin zu blättern, die Druckerschwärze zu riechen und eine eigene Geschichte zu lesen, gibt einem ein unbeschreibliches Hochgefühll!
Aber das kann noch getoppt werden. Am Wochenende hatte ich auf dem Marburg-Con die Gelegenheit, gleich 2 meiner Geschichten vor Publikum zu lesen. Das hat den Vorteil, dass man mitbekommt, wie die Geschichten ankommen.
Lacher an den richtigen Stellen, oder ein kollektives Luftanhalten bei spannenden Szenen - und aufrichtiger Applaus am Schluss (der sich sehr deutlich von Höflichkeits-Applaus unterscheidet).
Da weiß ich wieder, wofür ich schreibe!
Ich danke allen, die bei meinen Lesungen waren - und freue mich schon auf das nächste Mal!

Als Geschichtenweber las ich Der perfekte Mensch
von Apokalypse um # 09:59 in Lesungen
Donnerstag, 02.04.2009
Von Dolch und Stundenglas
Felix Woitkowski (Hrsg.)
Von Dolch und Stundenglas
Arcanum Fantasy Verlag © 03/2009
ISBN: 978-3-939139-08-9
192 Seiten - 9,50 Euro
Thomas Backus: Das Buch der allumfassenden Wahrheit
Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde, und weil er wusste, was er tat, kannte er die Antworten auf alle Fragen, die wir Menschen uns seit Anbeginn der Zeit stellen. Er schrieb sie nieder in das Buch der Bücher. Damit meine ich jetzt nicht die Bibel. Die enthält zwar auch einiges an Weisheit des Herrn, wurde aber von Menschen geschrieben und verwässert. Das Buch der Allumfassenden Wahrheit ist ein verbotenes Buch, denn es ist den Menschen nicht bestimmt, die Antwort auf all diese Fragen zu kennen.
Gott sprach einst zu Adam: „Du darfst alles essen, aber nicht alles wissen.“
Adam jedoch wollte so sein wie Gott. Er lebte nicht von Brot allein, sondern von jedem Wort, das aus der Feder Gottes stammte. Die Bibel erzählt später, er habe vom verbotenen Baum der Erkenntnis gegessen und wurde dafür verbannt.
(...)
Was wusste Adam, dass Gott ihn nicht mehr im Garten Eden dulden konnte? Nahm er Das Buch der allumfassenden Wahreheit mit sich? Was steht darin?
Nachzulesen in Von Dolch und Stundenglas!
In der Phantastik spielen unscheinbare Gegenstände oft eine unerwartete Rolle. Nicht selten genügt schon eine Unbedachtsamkeit, um hinter der Fassade des Alltäglichen das Sonderbare hervortreten zu lassen.
Den Autorinnen und Autoren dieser Anthologie gelingt es auf eine schockierend eindringliche Weise den Leser zu fesseln. Kleine Nebenschauplätze verdichten sie geschickt und unmerklich zu phantastisch unheimlichen und widersprüchlichen Bühnen.
Vorhang auf für die meisterhaften Spiegelwelten.
19 Autorinnen und Autoren bestreiten den ersten Band der Anthologiereihe "Spiegelwelten". Diese Anthologie beinhaltet ausschließlich Geschichten aus dem Bereich der Phantastik.
Jetzt Bestellen: Arcanum Fantasy Verlag
von Apokalypse um # 10:00 in - Grusel / Horror
Cthulhu heute
Dass ich heute 40 werde ist nun eher ein Fluch denn ein Segen, aber ein netter Mensch vom Horror-Forum kredenzte mir doch tatsächlich eine Chthulhu-Torte - das finde ich mal echt klasse!!!
von Apokalypse um # 09:59 in NEWS
Freitag, 27.03.2009
Welt der Geschichten 2 + 3 (überarbeiteter Nachdruck)
Astrid Pfister & Bernd Rothe (Hrsg.)
Welt der Geschichten 2 (überarbeiteter Nachdruck)
Hary-Production © 02/2009
Coverillustration Alihad
ISSN 1864-4880
250 Seiten - 9,80 Euro
Astrid Pfister & Bernd Rothe (Hrsg.)
Welt der Geschichten 3 (überarbeiteter Nachdruck)
Hary-Production © 02/2009
Coverillustration Thomas Hofmann
ISSN 1864-4880
250 Seiten - 9,80 Euro
Thomas Backus: Werwolfsjagd
Der Vollmond verschwand vom Himmel und die Menschen trauten sich wieder auf die Straße, wie Beutetiere, die morgens aus ihren Höhlen krochen und erleichtert aufatmeten, weil sie eine weitere Nacht überlebt hatten.
Anton trat verschlafen in die Pedalen seines alten Hollandrades. Der frühe Vogel fängt den Wurm, sagte sein Vater immer. Anton träumte von einem tollen Mountainbike. Silbermetallic, mit 50 Gängen. Der Mercedes unter den Fahrrädern, sagte Mark. Marks Vater war Banker und hatte ihm so ein Mountainbike für 1.295 Euro zum Geburtstag geschenkt. Anton hatte einen Basketball für 12,99 Euro bekommen, denn sein Vater arbeitete im Supermarkt und verdiente nicht gut. Aber er erlaubte Anton, sich das Fahrrad durch das Austragen von Zeitungen zu verdienen. Noch 12 Monate, dann hatte er das Geld beisammen ...
... auf einmal kam Anton ins Schlingern, denn die Straße war rutschig. Dabei hatte es gar nicht geregnet. Anton konnte das Fahrrad gerade eben so abfangen. Er schaute, was da auf die Straße geschmiert war. Ein dunkler Schwall Blut, der langsam verklumpte. Und etwas ... Schlimmeres. Ein blutiger Fetzen Mensch, der achtlos in der Gosse lag, wie eine zusammengeknüllte Zeitung. Nie wieder würde er von dem Mercedes unter den Fahrrädern träumen, denn in seinen Träumen lauerte fortan ein Klumpen Fleisch mit abgerissenen Armen und zerkauten Beinen. Der Kopf lag etwa fünf Meter weiter und starrte mit ausdruckslosen Augen auf den untergehenden Mond.
Anton verlor seine Zeitungen und beinahe auch seinen Verstand. Sein Herz setzte einen schmerzhaften Schlag aus. Er schluckte. Dann griff er zu seinem Notfallhandy und wählte die 110. Kraftlos stammelte er: „Der Vollmondmörder hat wieder zugeschlagen!“
Ist der Vollmondmörder wirklich ein Werwolf? Wird man ihn dingfest machen können, oder müssen sich die Menschen nun für alle Zeit vor dem Vollmond fürchten?
Die Antwort auf diese Fragen finden Sie ausschließlich in
Welt der Geschichten 3 (überarbeiteter Nachdruck)
von Apokalypse um # 11:37 in - Grusel / Horror
Dienstag, 03.03.2009
Elfenschrift 21 - Elfenstaub und Märchenzauber
Ulrike Stegemann (Hrsg.)
Elfenschrift 21 - Elfenstaub und Märchenzauber
Original-Ausgabe © 03/2009
ISSN: 1613-3293
40 Seiten - 2,50 Euro
Thomas Backus: Die tanzende Prinzessin
Es war einmal eine Prinzessin, die lebte in einem Schloss auf der hellen Seite des Mondes. Eigentlich hieß sie Lisa, aber alle nannten sie nur die tanzende Prinzessin, weil sie einfach nicht stillstehen konnte. Immer und überall musste sie tanzen.
Die Mondmenschen waren von der Prinzessin und ihren flotten Tänzen ganz hingerissen und klatschten immer im Takt, wenn sie vorbeitanzte. Dann tanzte Lisa noch viel ausgelassener.
Ihr Vater, der Mondkönig liebte seine Tochter sehr, und er ließ ihr vieles durchgehen. Er schimpfte sie nie, wenn sie am Tisch zappelte und die Suppe verschüttete, weil sie selbst beim Essen das Tanzen nicht lassen konnte. Er lächelte dann nachsichtig, statt sie an den Ohren zu ziehen, wie dies andere Väter mit ihren Töchtern auf dem Mond zu tun pflegen, um ihnen Manieren beizubringen.
Aber in einer Sache ließ er nicht mit sich reden: „Du musst auf der hellen Seite des Mondes bleiben – auf der dunklen Seite des Mondes ist es viel zu gefährlich für kleine Prinzessinnen!“
„Aber warum denn, Vater?“, fragte Lisa.
„Dort gibt es Steine, und weil es dunkel ist, kannst du sie nicht sehen und wirst stolpern.“
„Ich kann doch auch mit geschlossenen Augen tanzen, Vater.“
Das stimmte. Manchmal schloss die kleine Prinzessin ihre Augen und tanzte über den Mond, bis ihr ganz schwindelig wurde. Aber sie fiel nie, denn der Wind tanzte mit ihr und flüsterte ihr leise ins Ohr, wenn ein Stein oder ein Baum im Wege stand.
„Du bleibst der dunklen Seite fern, basta“, sagte da der König. Da gab es keine Widerrede, wenn der König basta sagte, dann war sein Wort Gesetz.
(...)
Wird sich die tanzende Prinzessin an das Verbot des Vaters halten? Wenn nein, was wird ihr Schreckliches passieren, wenn sie über einen der unsichtbaren Steine stolpert? Wird sie sich das Knie aufschlagen? Oder wird gar Schlimmeres passieren?
Die Antwort auf diese Fragen gibt es in:
Elfenschrift 21 - Elfenstaub und Märchenzauber
Weitere Infos & Bestellung: Elfenschrift-Homepage
von Apokalypse um # 10:15 in - sonstiges
Montag, 23.02.2009
Ein Kreuz mit den Apokalyptischen Schreibern!
Am Sonntag, den 22. Februar zogen die Apokalyptischen Schreiber los, um Unheiliges zu tun. Es galt Fotos für den Persimplex-Verlag zu schießen. Wir trafen uns denn auch mitten in Marburg, bei der Elisabethkirche, um uns die mittelalterliche Kulisse zu Nutze zu machen. An sich ja noch nix Schlimmes. Doch dann wählten wir ein Kreuz als Kulisse - und der Pfarrer kam auf uns zugestürmt. Das Kreuz sei kein Gegenstand Fastnachtlicher Späße.
Oha, der Kirchenmann hielt uns für Jecken. Ne, das konnten wir nicht auf uns sitzen lassen. "Wir sind Autoren", klärte ich den erbosten Mann auf.
"Autoren?", fragte er ungläubig, "Was ist das denn?"
Nun, sehr gebildet schien er nicht gerade zu sein. Er fragte uns doch anschließend auch noch, was für Filme wir drehen würden.
"Keine Filme", meinte Hazy, "Wir schreiben. Bücher. So wie die Bibel, nur in gut."
Der Kirchenmann wusste nicht mehr, was er sagen sollte und lief nach Luft schnappend hinfort, wahrscheinlich war er aber auch zu dumm, die Nummer der Polizei zu wählen, es kam nämlich keiner, um uns zu verhaften. Schade eigentlich, dass wären sicherlich interessante Bilder geworden!
von Apokalypse um # 09:15 in NEWS
Montag, 19.01.2009
3x Kurzgeschichten für nur 5 Euro
Helga Lindow und Dieter Lang geben die Zeitschrift „Kurzgeschichten“ auf. Das ist sehr schade, denn diese Zeitschrift war sehr gut aufgemacht und bot auch inhaltlich eine hohe Qualität. Ich bin insgesamt in 3 Heften vertreten ... wer sie noch nicht hat, die gibt's jetzt zum Preis von 1 Heft!
Helga Lindow (Hrsg.)
Kurzgeschichten 04/2007
ISSN: 1613-432
56 Seiten (DinA4) - jetzt zum SONDERPREIS
Thomas Backus: Von Mäusen und Mausefallen
Ich wohne in einem alten Haus. Ich wohne nicht allein dort. Dort leben auch Mäuse. Man kann Mäuse aus einem alten Haus nicht aussperren. Sie kriechen die Wasserrohre hoch, quetschen sich durch die kleinsten Lücken. Ich habe mal eine Maus gesehen, die sich so dünn gemacht hat, dass sie unter der Tür hindurch kriechen konnte.
Und wenn sie kein Loch finden, nagen sie sich mit ihren scharfen Zähnchen durch die Wände, so leicht, wie ein heißes Messer durch Butter schneidet. Nur nicht so leise … Dieses Nagen könnte aus einem Psychokrimi stammen. Vor meinem geistigen Auge tummeln sich riesige Monster mit Furcht einflößenden Mäulern. Mäuler, die dazu geschaffen sind, uns Menschen bei lebendigem Leib zu zernagen.
(...)
Tanzen mir die frechen Nager auf der Nase herum, oder gibt es für jede Maus eine passende Falle?
Nachzulesen in Kurzgeschichten 04/2007!
Helga Lindow (Hrsg.)
Kurzgeschichten 08/2007
ISSN: 1613-432
56 Seiten (DinA4) - jetzt zum SONDERPREIS
Thomas Backus: Die Geister, die sie rief
Eine kleine, unscheinbare Anzeige in der Tageszeitung hatte Luise hergeführt. Die Wohnung lag in einer abgelegenen Seitengasse und sah nach einem runtergekommenen Arbeiterquartier aus. Öde Backsteinwände. Alt. Verfallen. Angeblich sollten hier die Toten verkehren.
Auf der Türschwelle befand sich ein Drudenfuß. Mit Kreide gezeichnet. Daneben magische Formeln, vermutlich aus der Kabbala.
Luise fasste sich ein Herz und klopfte.
Erst geschah nichts, dann erklang eine dunkle, tiefe Stimme:
„Tritt ein, wenn du reinen Herzens bist!“
Luise schluckte. Reinen Herzens, wer war das schon?
Trotzdem trat sie ein.
Und erstarrte. Vor Ehrfurcht.
Madame Zio war mindestens tausend Jahre alt. Zumindest sah sie so aus.
Ihre Augen schienen alles gesehen zu haben, Gutes wie auch Schlechtes. Wenn jemand eine Möglichkeit gefunden hatte, ins Jenseits zu blicken, dann diese Frau.
Luise vermochte nicht zu sagen, wie sie in den weichen Sessel gekommen war, jedenfalls saß sie plötzlich da und hatte eine dampfende Tasse Tee in der Hand. Earl Grey. Madame Zio hatte nicht nur Macht über die Toten – sie hatte auch Geschmack.
„So Kindchen, jetzt erzähl mir mal, was dich zu mir führt.“
Kindchen. Luise war achtundsiebzig Jahre alt. Dennoch hielt sie es durchaus für möglich, dass Madame Zio vom Alter her ihre Mutter hätte sein können.
„Ich vermisse meinen Hubert so sehr.“ Tränen schienen Luises Augen ertränken zu wollen. „Wir waren fast sechzig Jahre verheiratet. Und ausgerechnet in der Nacht, in der er starb, hatten wir unseren ersten Streit.“
Madame Zio nickte mitfühlend. „Ihr seid im Streit auseinander gegangen. Das ist schlimm.“
„Er hatte getrunken. Nur ein Glas Wein. Wir waren bei unseren Kindern zum Essen. Ich wollte gerne dort übernachten und machte ihm Vorhaltungen wegen des Alkohols. Er wurde wütend und fuhr allein los. In dieser Nacht verunglückte er tödlich.“
„Und jetzt möchtest du dich mit ihm aussöhnen?“
Luise zitterte. „Ich habe gehört, Sie können mit den Toten reden.“
(...)
Wird Madame Zio den Kontakt zu Hubert herstellen - und wird Hubert seiner Luise verzeihen? Die Antwort auf diese Fragen wird den Leser verblüffen!
Nachzulesen in Kurzgeschichten 08/2007

Helga Lindow (Hrsg.)
Kurzgeschichten 12/2007
ISSN: 1613-432X
44 Seiten (DinA4) - jetzt zum SONDERPREIS
Thomas Backus: Moderne Weihnachten
Weihnachten im Erzgebirge
„Was wünscht du dir zu Weihnachten?“, fragte eine tiefe, sympathische Stimme.
Doch niemand antwortete dem bärtigen Mann. Dabei stand ein dünner Mann nah an einem irrsinnig heißen Ofen und blies wunderschöne rote Kugeln aus Glas.
Der Weihnachtsmann räusperte sich, es war sehr laut in der Glashütte, vielleicht hatte ihn der Mann gar nicht gehört. „Was wünscht du dir zu Weihnachten, guter Mann?“, schrie er gegen den Industrielärm an.
Der Glasbläser drehte sich langsam um. Seine Wangen waren eingefallen, seine Augen nur halb geöffnet, als wäre er sehr, sehr müde.
„Ich wünsche mir den Tariflohn!“, sagte der Arbeiter. „Meine Kollegen und ich wurden als Glasbläser entlassen. Wir haben vorher einen ordentlichen Handwerkerlohn verdient, aber jetzt arbeiten wir bei einer Zeitarbeitsfirma in derselben Fabrik für 7 Euro brutto die Stunde. Wir formen jede einzelne Kugel mit der Luft aus unseren Lungen, wir hauchen ihnen dadurch ein Stück von unserem Leben ein. Trotzdem haben wir zum Leben nur das Notwendigste. Es reicht gerade für die Miete und Essen vom Aldi.
Ich bin froh, dass es in der Glashütte so warm ist, denn bei uns zu Hause bleibt der Ofen kalt. Strom und Heizung können sich nur noch die reichen Leute leisten. Und ich hoffe bei Gott, dass niemand von uns krank wird, nach der Gesundheitsreform! Ich wünsche mir eine starke Gewerkschaft, die unsere Interessen wahrnimmt und einen fairen Lohn für unsere Arbeit!“
Der Weihnachtsmann wischte sich den Schweiß von der Stirn. Die heiße Luft brannte ihm in der Lunge und er wünschte sich die Macht, den Wunsch des Arbeiters erfüllen zu können. Aber alles, was er zu verschenken hatte, waren Socken.
(...)
Weihnachten ist nicht überall gleich, erleben Sie
- Weihnachten bei Chefs
- Weihnachten im Bundestag
- Weihnachten in China
- Weihnachten Global
Wird der Weihnachtsmann für jeden das richtige Geschenk finden? Wird er die Welt vielleicht sogar verbessern können?
Nachzulesen in Kurzgeschichten 12/2007
Bestellung & weitere Infos: Kurzgeschichten.biz
von Apokalypse um # 11:09 in NEWS
Montag, 12.01.2009
Von vier Schreibern die auszogen, das Grauen zu lehren
Hunger, Pestilenz, Krieg und Tod, das sind die vier Apokalyptischen Schreiber. Aber was kommt eigentlich nach dem Tod? Um das herauszufinden machten wir am Sonntag, dem 11. Januar 2009 einen Apokalyptischen Betriebsausflug nach Hirschhagen, wo wir eine neue Dimension des Grauens kennenlernen sollten: Apokalyptische Zombies!
Wir sollten nämlich in einem Film mitspielen. Toxic Lullaby von Spontitotalfilm führte auf dem Marburg-Con 2008 ein umfangreiches Casting durch – und wir waren auserwählt, die Gewalt in ihrem Film zu Verkörpern.
Bereits morgens um 8:30 Uhr vertrauten wir uns unserem Führer an, und wurden, wie so viele Deutsche vor uns, in die Irre geleitet. Vielleicht hätte Hazy eine andere Stimme an seinem Navi einstellen sollen, aber er fand Hitler halt lustig.
Wir kamen recht schnell voran, obwohl der Weg scheinbar gepflastert war mit Starenkästen, die nur darauf harrten, uns überteuerte Fotos von zu schnell fahrenden Kuttenträgern zu verkaufen. Zum Glück fuhr ich und nicht meine Ex, sodass uns die Blitzerei erspart blieb.
Dennoch hatten wir ein Problem: Der alte Kohlebunker, der schon von weither aus dem Wald ragen sollte, ragte nicht dort, wo wir ihn suchten. Passanten zum Ansprechen waren nicht da, denn alle rechtschaffenen Bürger befanden sich ja wohl in der Kirche. Außer uns, der Filcrew – und ein paar Arbeitern einer Fastfoodkette, die erstmal unseren Apokalyptischen Hunger stillten (ähem, das sollte jetzt nicht falsch verstanden werden, auch ich aß Burger und Pommes und so) und uns dann auf den rechten Pfad führten.
Der führte vorbei an der Kirche hinein in den verschneiten Wald, bis wir an ein eindrucksvolles Betonbauwerk aus unheiligen Zeiten stießen. Dort endete der Weg. Die verlassenen Autos wirkten wie Fremdkörper und wir folgten den Fußsputen im Schnee nur zögerlich den Berg hinauf in einen trostlosen Wald voller unheimlicher Ruinen.
Die Natur empfing uns mit einer eisigen Kälte, die Filmcrew mit einer herzlichen Wärme. Dann verwandelten sie uns in Leichen. Es ist schon interessant, wie man mit ein bisschen Schminke und viel künstlichem Blut aus so gutaussehenden Autoren wie uns gutaussehende Zombies machen kann … das Ganze machte uns höllisch Spaß und so ließ ich es mir nicht nehmen, eine junge Dame auf die selbe herzliche Art zu misshandeln – allerdings fingen meine Augen dabei derart zu leuchten an, dass sie Angst bekam, in eine echte Leiche verwandelt zu werden …
Während in den Ruinen die Helden um ihr Leben rannten kämpften wir gegen die Kälte an. Obwohl das Zelt geheizt war, gefror uns das Blut in den Eimern.
Warten ist halt nicht unsere Stärkre, wir metzeln lieber, und als uns Ralf Kemper dann endlich auf die Schauspieler losließ, kannten wir kein Halten mehr. Ihre Todesschreie hallen wahrscheinlich heute noch durch die unterirdischen Gänge und versetzen unwissende Spaziergänger in Angst und Schrecken.
Natürlich mussten unsere fürchterlichen Zombie-Attacken mehrfach wiederholt werden, schließlich sollten im Film letztendlich auch irgendwelche Helden davonkommen … aber wie er das jetzt hinkriegt, das muss der Herr Regisseur schon selber wissen. Toxic Lullaby. Ein Splatterfilm mit Apokalyptischen Zombies. Vielleicht auch mit Überlebenden, wer weiß das schon. Auf jeden Fall ein Muss für jeden Horrorfilmfan!
Mehr Infos? Im Zauberspiegel gibts ein Produktionstagebuch vom Regisseur Ralf Kemper.
von Apokalypse um # 12:09 in NEWS
Sonntag, 21.12.2008
Hazys neustes Werk
Na dann, ein Frohes Fest!
von Apokalypse um # 17:01 in NEWS